Im Jahr 1976 fiel der Startschuss für die AB-DATA in Form eines frühen Outsourcingprojektes eines größeren Gießereienkonzerns in Velbert. Mit der Gründung als EDV-Unternehmensberatung wurde die bis dahin unternehmenseigene ERP-Software des Konzerns deutschlandweit vertrieben und vermarktet.

Anfang der 80-er Jahre bildete ein Beratungsauftrag des Landes Nordrhein-Westfalen den Startschuss für unser heutiges Kommunalgeschäft: Als Unternehmensberatung bekamen wir den Zuschlag für eine gutachterliche Tätigkeit zur Beurteilung der Effizienz des Gebietsrechenzentrums im Kreis Mettmann. Als eigene Schlussfolgerung aus diesem Gutachten entschieden wir uns gemeinsam mit einigen kreisangehörigen Städten autonome Softwarelösungen für die administrative Kommunalverwaltung zu entwickeln. Die hardwaretechnische Begleitung der proprietären Systeme erfolgte zunächst ausschließlich durch den französischen Staatskonzern Honeywell Bull.

Die sukzessiven Neuentwicklungen aus den Bereichen Finanz-, Melde- und Sozialwesen sowie Bußgeld lösten eine riesige Nachfrage aus. Mitte der 80-er Jahre konnten wir bereits auf über 50 Referenzen unserer autonomen Softwarelösungen verweisen. Mit Hardwarefirmen wie Digital und HP sowie der Daimler-Tochter Debis Systemhaus stiegen weitere namhafte Partner mit in den Vertrieb unserer Software ein. AB-DATA erarbeitete sich in diesen Jahren einen exzellenten Namen als kommunale "Softwareschmiede". Dieser "gute" Name sorgte mit der politischen Wende 1989 in Deutschland auch dafür, dass AB-DATA beim softwaretechnischen Aufbau der ostdeutschen Rathäuser eine marktführende Rolle übernahm und in zahlreiche Verwaltungen einziehen konnte.

Dieser auf proprietären und Unix-Systemen basierende Erfolg wurde jedoch Mitte der 90-er Jahre durch das Aufkommen kleiner und flexiblerer Client-Server-Systeme in Frage gestellt. Doch statt in Hektik zu verfallen, wurde mit den Partnern eine neue Langfriststrategie erarbeitet. Diese sah zunächst die Entwicklung einer völlig neuen, datenbankbasierten Client/Server-Generation vor. Diese sollte allerdings so offen und skalierbar gestaltet werden, dass sich abzeichnende Zukunftsanforderungen wie die des Internets oder der Reformbewegungen im Finanzwesenmarkt problemlos mit integriert werden könnten.

Die neue Strategie sah eine exklusive, technologischen Fokussierung auf den damals aufstrebenden und heutigen Weltmarktführer Oracle vor. Die neue Client/Server-Generation des Finanz- und Meldewesens wurde schließlich komplett medienbruchfrei unter Oracle entwickelt und Ende der 90-er Jahr erfolgreich in den Markt eingeführt.

  Mit dem zeitgleichen Einstieg unseres heutigen Geschäftsführers Dr. Markus Bremkamp als Vertriebsleiter wurden mit der Weiterentwicklung zum Kommunalen Software- und Systemhaus sowie dem Aufbau eines eigenen Vertriebes weitere Strukturveränderungen im Unternehmen vorangetrieben. Aktuelle Diskussionen um Erweiterte Kameralistik und Kommunale Doppik, um Intra- und Internet oder um offene Standards wie Linux wurden softwaretechnisch antizipiert und in sehr leistungsstarken und für Erweiterungen offenen Datenmodelle eingefügt.

Im Ergebnis entstanden Anfang des Jahrtausends drei Geschäftsfelder: Im Geschäftsfeld "Softwareentwicklung" wurden die Entwicklungskapazitäten auf den Bereich des Finanzwesens konzentriert. In Ergänzung zur neuen, kameralen Client/Server Version des Finanzwesens erfolgten ab dem Jahr 2000 softwaretechnische Erweiterungen zum Neuen Kommunalen Finanzwesen. Parallel dazu wurden im Geschäftsfeld "Systemhaus" ehemals eigene Softwareentwicklungen wie Melde- und Sozialwesen zugunsten marktführender Applikationen wie MESO und LÄMMkom aufgegeben, diese aber zugleich mit dem vorhandenen Fachpersonal integrativ in das Oracle-basierende Anwendungspaket AB-DATA KOMMUNAL aufgenommen und mit einem Full-Service-Betreuungsangebot ausgestattet. Das dritte Geschäftsfeld umfasst den immer wichtiger werdenen Markt der Dienstleistungen und Beratungen im kommunalen Umfeld.

Im Ergebnis erhalten unsere Kunden seit der strategischen Neuausrichtung unseres Hauses mit AB-DATA KOMMUNAL eine sehr attraktive Kombination von integrierten, marktführenden Fachverfahren, innovativer Technologie und kompetenter Verfahrensbetreuung aus einer Hand. Auch wenn in der Übergangsphase dieser neuen Unternehmensausrichtung einige Kunden verloren gingen, zahlte sich diese neue Strategie langfristig aus.

Zahlreiche Marktinnovationen und Alleinstellungsmerkmale im Bereich der Webtechnologien, Linuxstrategien oder Doppikentwicklungen führten zwischen 2003 und 2010 nahezu zu einer Verdopplung des Kundenstammes. Ohne Überheblichkeit können wir daher heute feststellen, dass AB-DATA der unumstrittene Marktführer webbasierter Finanzsoftware im Kommunalmarkt ist.

   
             
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