| |
|
Der
Landkreis Emsland ist mit 2.880 Quadratkilometer der flächenmäßig
zweitgrößte Landkreis Deutschlands und damit größer
als das Saarland. Diese Größe macht sich auch in seiner
Leistungsfähigkeit bemerkbar. Projekte, wie die in der Region
organisierte vorzeitige Finanzierung des Lückenschlusses A31 oder
die kreisweite Umsetzung der HartzIV-Gesetzgebung als optierende Kreisverwaltung.
Bereits zu Beginn des Jahres 2002 hat der Landkreis Emsland mit seinen 19 kreisangehörigen
Kommunen Einigkeit darüber erzielt, dass die Aufgabenerledigung im Bereich
des Sozialwesens zur Zufriedenheit aller Beteiligten nur durch eine einheitliche
Softwarelösung erreicht werden kann. Die Entscheidung fiel schließlich
nach einer intensiven Marktanalyse für das von AB-DATA als Kompetenzcenter
betreute LÄMMkom-Sozialhilfeverfahren.
Eine einheitliche Softwarelösung im gesamten Kreisgebiet konnte jedoch nur
durch entsprechende Wege der Datenkommunikation zwischen dem Sitz und den beiden
Außenstellen der Kreisverwaltung sowie den Kommunen realisiert werden.
Durch die Schaffung eines WAN hatte der Landkreis Emsland mit den Kommunen und
dem Netzanbieter EWE-TEL bereits Ende des Jahres 2000 durch das EL-Netz entsprechende
Voraussetzungen geschaffen.
Nach den erfolgten Installationen und den erforderlichen Probeläufen wurde
mit der Zahlung für den Monat Januar 2003 im Dezember 2002 der Echtbetrieb
für die Softwarelösung aufgenommen. Im Dezember 2002 waren neben dem
Server des Landkreises drei weitere kommunale Server damit beschäftigt,
die entsprechenden Dienstleistungen für das Sozialwesen innerhalb des Kreisgebietes
zur Verfügung zu stellen.
Eine neue Herausforderung brachte dann die Hartz-IV-Gesetzgebung: Der Landkreis
Emsland wurde Optionskommune und auf dieser Basis war die Abwicklung der aktiven
und passiven Leistungen nach dem SGB II auszurichten. Um bei der Abwicklung der
Aufgaben im Zusammenhang mit Hartz IV u. a. zu einer einheitlichen Statistik
sowie zu einem einheitlichen Anforderungs- und Abrechnungsverfahren mit dem Bund
zu gelangen, war eine zentrale Serverlösung erforderlich. Diese wurde im
Herbst 2004 beim Landkreis für LÄMMkom unter CITRIX und einem ORACLE-Datenbank-Server
installiert. |
|
Für
die Abwicklung der passiven Leistungen (Geldleistungen) wurden die
Kommunen des Landkreises vertraglich in den Ablauf eingebunden. In
der Folge wurden die Daten der bisherigen Hilfeempfänger nach
dem BSHG von den Mitarbeiter/innen der Sozialämter nach entsprechender
Schulung durch AB-DATA in den neuen Datenbestand eingepflegt. Die Überweisung
der ersten Geldleistung am 29. Dezember 2004 für den Monat Januar
2005 konnte planmäßig auf die Konten der Kunden erfolgen.
Dabei erfolgte die Buchung der Kassendaten direkt von den Gemeinden über
eine entsprechende Schnittstelle in den Haushalt des Landkreises
(Finanzverfahren der Fa. AB-DATA). Diese Buchungen werden in naher
Zukunft mittels digitaler Signatur von den Gemeindebediensteten an
die Kreiskasse übergeben, so dass dann auf die Übersendung
der entsprechenden Auszahlungsanordnungen verzichtet werden kann.
Das Lämmerzahl-Verfahren wird sukzessive beim Landkreis Emsland zu einem
umfassenden Informationssystem sowohl für den passiven (Geldleistungen)
als auch für den aktiven Bereich aufgebaut. Die für die aktiven Leistungen
zuständigen Fallmanager/innen sollen neben ihren Kundendaten auf eingegebene
Stellenangebote zurückgreifen können, um nach einem Abgleich des Kundenprofils
mit den Stellenangeboten passgenau zu vermitteln. Gleichzeitig soll es auch für
die verwaltungsseitige Abwicklung der eingeleiteten Maßnahmen und deren
Abrechnung, zur Abwicklung der Statistik der BA in Nürnberg als auch für
eigene für erforderlich gehaltene Auswertungen genutzt werden.
Heinz Bröring Kreisamtsrat Heinz Bröring, Fachbereichsleiter
Arbeit |
|
|