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Die Stadt Osterburg in der Altmark ist einer der bundesweiten Pioniere
bei der Umsetzung einer verwaltungsweiten Linuxstrategie. Zum Ende des Jahres
2004 erfolgte die Umstellung auf ein neues, durchgängig unter Linux
lauffähiges Finanzwesen, das zugleich alle zukünftigen doppischen
Anforderungen abdeckt.
Schon seit einigen Jahren setzt die sachsen-anhaltinische
Stadt Osterburg im Serverbereich das Betriebssystem Linux ein und ist seither
bemüht,
auch in den Bereichen der Verwaltung, in denen es möglich ist, linuxbasierte
Fachanwendungen bzw. Open Source-Software zum Einsatz zu bringen. Maßgebliche
Gründe für die auch vom Innenministerium empfohlene Linuxeinführung
sind u. a. Kostendruck, stabilere Betriebssysteme, Bessere Backend-Integration
sowie des Know-How der uns betreuenden Systemhäuser.
Bei der Neuanschaffung
für die Software wurden folgende K.O.-Kriterien
festgelegt:
Einsatz von Linuxservern
Datenbankunterstützung von Oracle oder
PostgeSQL
Unabhängigkeit des Client-Betriebssystems
Möglichkeit der OpenOffice Integration,
sofern notwendig
browserbasierte-Lösungen.
Im Zusammenhang mit der Kommunal- und Gebietsreform
im Land Sachsen-Anhalt und der damit verbundenen Vergrößerung
der Verwaltungsgemeinschaft Osterburg zum 01.01.2005 wurde angeregt, eine
der Schlüsselanwendungen
der Verwaltung – das HKR-System – den neuen Herausforderungen
anzupassen. Gemäß der Innenministerkonfe-renzbeschlüsse
der Länder Ende 2003 sollte die neue Software zugleich alle Anforderungen
zur Umstellung auf die Doppik mit einem sanften Migrationskonzept ermöglichen.
Von den grundsätzlich in Frage kommenden drei Anbietern wurde letztlich
der Zuschlag an AB-DATA erteilt.
Das Verfahren AB-DATA KOMMUNAL bietet uns zukünftig nicht nur alle Voraussetzungen
für die Einführung der doppischen Haushaltsführung, sondern
wurde bereits auf den meisten Arbeitsplätzen im Amt für Finanzen
vollständig linuxbasiert, das heißt vom Server bis zum Arbeitsplatz,
eingeführt. Dieser Linuxeinsatz bringt für uns wirtschaftliche
Vorteile wie höhere Sicherheit, weiterer Ausbau einheitlicher EDV-Strukturen,
Senkung der Administrations- und Hardwarekosten für Client-Ausstattung
sowie eine Minimierung der Lizenzkosten für Windows- bzw. Microsoft-Produkte.
Die eingesetzte Oracle-Technologie ermöglichte uns zusätzlich eine
Konsolidierung unserer Serverlandschaft und damit ein Verzicht auf einen
bisher zusätzlich genutzten NT-Server. |
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Ein
weiterer Gesichtspunkt bei der Einführung der neuen Software ist
die Möglichkeit des Einbindens von Außenstellen. Durch browserbasierte
Benutzeroberflächen (Mozilla) haben die Mitarbeiter die Möglichkeit,
sich von unterschiedlichen Arbeitsplätzen aus, auch aus Außenstellen
der Verwaltung, in das Programm einzuloggen. Der Administrationsaufwand
bleibt dabei recht gering, da lediglich ein Link auf den Desktop gelegt
werden muss. Durch den Einsatz von Intranetlösungen (browserbasiert)
werden somit die Grundlagen für E-Government geschaffen.
Nachdem in der Testphase bereits Linux-Arbeitsplätze eingesetzt wurden,
war für die Mitarbeiter der Endumstieg Ende 2004 ohne zusätzlichen
Schulungsaufwand für Linux möglich. Das beabsichtigte Ziel, das gesamte
Amt für Finanzen mit Linux-Arbeitsplätzen auszustatten, konnte noch
nicht realisiert werden. Aufgrund spezieller Anwendungen, wie das Online-Banking,
sind noch wenige Windows-Arbeitsplätze notwendig; nach Alternativ-Lösungen
wird noch gesucht.
Der durchgängige Einsatz von Linux – vom Server bis zum Arbeitsplatz
- ist für den größten Teil der Mitarbeiter des Amtes für
Finanzen somit bereits heute Realität. Gemeinsam mit den Experten der Firmen
AB-DATA und EBH-interdata wurden die zu erwartenden Fehler und Anpassungsnotwendigkeiten
wie die Lauffähigkeit des universellen Auswertewerkzeuges Oracle Discoverer
auf Linux zeitnah beseitigt. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sind wir sehr
zuversichtlich, unsere Linuxstrategie erfolgreich zu Ende führen zu können.
Detlef Kränzel, Kämmerer und Stellvertretender Bürgermeister
der
Stadt Osterburg |
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